Fashionblogger – jetzt wird professionell geshoppt

Fashionblogger – jetzt wird professionell geshoppt

Modeblogger, da tuen sich große Erwartungen auf: sichere Styles ohne zu eingefahren zu wirken, da sehe ich nicht nur auf das Ergebnis sondern auch auf die Treffsicherheit beim Shoppen. Mädls, zieht euch schön warm an. Die Konkurrenz kann euch eiskalt erwischen.

Das Motto erwarten alle mit großer Spannung. Natürlich ist es nicht ganz so einfach….

Aber mal von vorne: Was ist ein Blogger? Jede der KandidatInnen hat ihre eigene Definition von ihrem Blog, offiziell ist es ein Webtagebuch. In dieser Runde geht es speziell darum sich und die Mode darzustellen.

  1. Tag 1 Mit Nina Süß
  2. Motto
  3. Tag 2 mit Esra
  4. Tag 3 shoppt Sara
  5. an Tag 4 zieht Riccardo los
  6. Den Abschluss macht Nina
  7. Die Blogger-Krönung
  8. Know How




Modeblogger @shopping-queen

Modeblogger @shopping-queen / Fotos: Nina Viktoria Süß

Wer in der Bayerischen Hauptstadt München shoppen will braucht gute Nerven, Ellenbogen und nach Möglichkeit ein prall gefülltes Portemonnaie.

Nina Victoria, 24, die blonde Schönheit betreibt nina-suess.com hauptberuflich.

Die anderen erkennen ihr Foto sofort von Events und aus ihrem Blog. Ich hab mal gegoogelt. Die Vogue hat sie mal als besten Streetstyle auf der Fashionweek auserkoren, dazu wurde sie mehrfach als beste Bloggrin ausgezeichnet.

Nina hat beim Blick in ihren Kleiderschrank gleich mal ihr Können unter Beweis zur Schau gestellt: Sie setzt eine neue Kombi zusammen aus dünnstoffigen, großzügig geschnittenen Teilen: Jeansoverall darubter weiße Bluse und einen Seiden- oder Viskosemantel, knielang. Fertig!

Bei der Frage warum sie Shopping Queen wird hat sie mehrfach keine Antwort. Sie weiß nicht, ob sie überhaupt Shopping Queen wird. Ich glaube sie ist es schon geworden, beruflich wird ihr das nützen wie die Vouge, wenn nicht mehr.

Los geht es mit dem Motto: Streetstyle für eine Metropole und zwar nicht die Lieblingsstadt sondern nach dem Losverfahren. Alle freuen sich, natürlich auch auf die Herausforderung. Selbst Modeblogger haben meist ihren Style und ihr Markenzeichen. Mit den Mottos müssen sie ein Stück weit aus ihren Lieblingsklamotten schlüpfen und sich mal verkleiden.

Nina darf modisch nach Berlin, zu ihrem Leidwesen. Berlin passt so gar nicht zu ihr. Zum Glück hat sie Lorenzo dabei, er achtet streng auf alle Rahmenbedingungen. Planlos und etwas verwirrt und belustigt starten die beiden ins Abenteuer.

Zur Aufgabe: Guido zieht Bilder als Beispiele heran die sicher auch Berlin sind, allerdings die etwas schickere Variante, die man heute schon fast auch so in München und sicher auch in New York sieht und betitelt es freundlich mit unkonventionell und etwas nachlässig.. Berlin war für einige Jahre meine Heimat und deshalb haben ich ein etwas anderes Bild im Kopf: Der Berliner Street Style ist nirgendwo sonst so abgeranzt und second hand. Aus Prinzip wird second hand nicht gut erhalten gekauft und sicher nicht letzte Saison sondern vor-vor-vor-vor-vorletzte Dekkade. Dazu mischt man gerne Wollstrümpfe und alte Boots. Also eher Pipi Langstrumpf denn Marni und Miu Miu.

Die Shopping Tour startet bei U.G.L.Y. (zu deutsch hässlich, ja so könnte man den Berliner Style auch bezeichnen) nach nur 6 Minuten Fußmarsch, schon zieht sie ein Outfit heraus das glänzt weil es nicht zusammenpasst und mit kontrastierenden Mustern und Materialien überladen ist: e voila Berlin, nur fehlt eben das abgenutzte und – tut mir leid Berlin – pennerhafte. Die Konkurrenz googelt derweilen Berliner Streetstyles und findet das perfekte Grauen: Abgetragene Jeansjacke und Pippi-Langstrumpf-Socken, diese in blendendten Schwarz-weiß geringelt.

Weiter geht es zu Projekt 3, Schellingstraße. Man kann kaum glauben, dass sie tatsächlich nur online shoppt. Läden kennt sie, sogar zu ihrem nicht-Thema. Ein gutes hat das Thema für die Luxus-Shopperin Nina Viktoria: das Budget reicht locker aus. Outfit ohne Schmuck und Frisur, aber inkl. Schuhe und Brille macht 200 Euro. Bei den Accessoires setzt es aus und Nina versucht verbissen sich mir einer eigenen Note einzubringen. Perlenband, filigraner Schmuck, Fransentasche aus Wildleder, ach so gar nicht Berlin. Lorenzo, der Stildiktator selbst gibt irgendwann auf und lässt sie gewähren trotzdem wird es dann irgendwann zäh. Die Zeit rinnt dahin und ebenso das Geld. Mit 70 Euro und 20 Minuten macht sie sich auf zum Friseur.

Guido ist restlos überzeugt. Die Jury ist, wie zu erwarten war, nicht begeistert von den glamourösen Accessoires, meckert aber „auf hohem Niveau“ und vergibt ganze 33 Punkte. Nicht schlecht für den ersten Tag. Die Messlatte liegt hoch oben.

Guido ist restlos überzeugt. Die Jury meckert auf hohem Niveau.

Esra, 32 ist vor allem Musikerin und sieht ihren Blog als zweites Standbein an. Die Platinblonde mit den frechen Augen ist gebürtige Moskauerin. Sie darf sich für New York stylen.

Sie wählt eher Brooklyn oder Bushwick als Manhattan und taucht mit einem schwarz/grauen Rock mit federartigen Schichten auf, dazu einen Sweater und ein schwarzes Jackett. Dazu keine Strumpfhose und schwarze Slipper. Was die Beine weiß aussehen lässt. Die Tasche passt. Farblich ist das Outfit langweilig, weil schwarz/weiß, und wirkt nicht ganz rund. Es fehlt jede Eleganz, leider.

Sara (Prinzessin), 20 wohl bekannt mit Lipsticks and Heels als Youtuberin und bei sarabow.com und auf blogwalk.de/sarabow Fashionbloggerin. Tokio war sicher nicht ihre erste Wahl. Dennoch freut sie sich „mega“ darauf. Sara hat den Tokio-Look ganz gut getroffen: rosa Pulli mit angedeuteten Animalprint, hellgrauer Ballonrock, der fast kürzer hätte sein können um den Schulmädchen- oder Mangalook noch besser zu treffen. Dazu trug sie einen Rucksack in Teddybär-Look und ein weißes Haarband mit XL-Schleife. Das Makeup war japanisch weiß gehalten und die Lippen dunkel, fast schwarz.

Riccardo, 21 mit the „the fabulouse life of ricci“ ist aus München und sehr feminin für sein Geschlecht. Er berichtet aus dem Alltag eines Models – oh, etwa seiner? – von Kopfschmuck und Mode. Daneben schreibt er auch für the huffington post als Kolumnist.

Riccoardo darf Paris umhauen. Sein Outfit wird von einem knöchellangen, schwarzen, Cape aus Samt und mit Goldborte an der Kapuze und weißer Scherpe gemacht. Sehr elegant und ein klares Statement. Darunter trägt er ein enges schwarzes T-shirt mit dezentem, goldenem Print und schwarze Hose. Als Accessoires wählt er nur eine elegante Sonnenbrille mit Goldener Kante eine Vogue in der Hand. Er hat seine Sache wirklich sehr gut gemacht und führt daher auch weit mit den Punkten.




Nina, 23 Moderedakteurin bei Joy und bloggt eher als Hobby seit 2 Jahren auf fashiioncarpet.com. Sie darf sich für Kopenhagen stylen.

In 3 bis 4 Outfits pro Woche stylt sie ihren Blog. Dazu macht sie eine Do-it-yourself-Kategorie.

In München geht sie mit Patrik, ihrem Freund shoppen. Die beiden sind seit 7 Jahren ein Paar und er macht das als Hero sehr, sehr gut.

Nina shoppt ganz toll, alles bei Benetton, aber warum noch eine Coca Cola Mütze!? Das ist zu schlecht. Ich denke auch nicht, dass ein Beani von Coca Cola für Kopenhagen ist. Keiner außer Guido kritisiert sie dafür. Im Gegenteil. Sie finden dass sie perfekt mit den Sneaker harmoniert…

Die Blogger-Krönung

Obwohl Nina Victoria die Jury so überzeigt hatte, ließen die Punkte Platz nach oben. Die beiden folgenden Outfits von Esra und Sara ernten wenigerBegeisterung und weniger Punkte. Mit Riccardo führt Nina nun die Runde an. Guido ist mal wieder das Zünglein an der Wage. Dieses Mal entscheidet er aber das Rennen nur aus zwei Kandidaten..

Nina Viktoria bekommt von Guido 8 Punkte

Esra 6 Punkte

Sara bekommt 6 Punkte

Riccardo bekommt 9 Punkte und

Nina bekommt wegen Weltkonzern Coca Cola nur 8 Punkte und verliert somit den Titel an Riccardo.

Know How

Und in dieser Runde haben wir mal wieder jede Menge Know How. Ach, das habe ich vermisst.

Dieses Mal haben wir wenig über Standards, was geht und was nicht geht gelernt. Das haben die Bloggerinnen ohnehin im Blut. Wir haben aber viel gelernt wie die Städte gehen.

Los geht es mit einem Bloggerfachbegriff. OOFT: Outfit oft he day, also Outfit des Tages.

Bei manchen Details hat man gesehen, dass Guido zur jeweiligen Stadt einen hohen Erfahrungswert hat und den Mädels teilweise einfach die Lebenserfahrung gefehlt hat. In Berlin fehlt ihm meiner Meinung der Abstand.

Details:

  • In Dänemark kommt Coca Cola nicht gut an.
  • In Paris bzw. Frankreich trägt man „Tütü“, also Rüschen, Spitze etc., die Details mit etwas mehr Raffinesse sozusagen.
  • In New York setzt man Statements und Eyecatcher.
  • In Tokio wird es schrill, mit Mangafashion kann man durchaus punkten. Das geht aber nicht mit Pumps…
  • Der Berliner Stile wirkt etwas „nachlässig“ mit Guidos Worten. Ich würde es nennen, Pipi Langstrumpf trifft Penner oder man schafft es kaum, sich falsch anzuziehen.




 
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