Blind Date in Frankfurt

Blind Date in Frankfurt

Staffel 2, Folgen 24-27

Shopping Queen in Frankfurt Motto in Frankfurt: „Blind Date! Gestylt ins Abenteuer“

Tag 1:

Die Jagd nach dem perfekten Outfit fürs Blind Date startet mit der 22-jährigen Natascha. Uff, das ging daneben. Schöne jungen Frau, die Zeit ist leider nicht auf ihrer Seite und es scheint, als wären 500 Euro nicht gerade viel. Sie will die Designer Läden leer räumen und steht am Ende – wie soll es rein rechnerisch auch anders sein – fast nackt auf der Bühne. Ein Paar Schuhe schnappt sie sich noch aus einem Pronoladen, was den Eindruck einer Professionellen kompettiert. Jedes Outfit in der Woche an der jungen Schönheit sieht um ein vielfaches stilvoller aus als ihr Laufstieg-Nichts. Auch wenn es ein teures Nichts war… Tja, Motto des Tages könnte sein “Stil kann man nicht kaufen.”

Wie ich es besser fände: der Ansatz war schon gut, Frisur und Make up auch. Mit einem Cardigan hätte sie das Outfit legerer gemacht und weniger aufreizend. Dazu eine 30 den Stumpfhose und Ohrringe, die das Design vom Top aufnehmen und etwas Glamour reinbringen und den Blick von den knappen Fummelchen lenken. Aber gut, vielleicht hätte sie das sogar so umgesetzt – oder so ähnlich – wäre nicht die Zeit so davon gelaufen.

Shopping-Tag 2

… mit Sigrid, 58. Die rüstige Verkäuferin lässt sich ihre Enkel auf den Rücken tätowieren und redet, als wäre die Mauer gerade erst gefallen. Die Gewohnheiten und Bräuche sind alle aus der DDR importiert und werden gepflegt und gehegt. Während sie mit ihrer Tochter Jasmin durchs Shopping Center rauscht, entdecken die Konkurrentinnen in ihrem Ankleidezimmer eine Modesünde nach der anderen. Also ich würde ja meinen Kleiderschrank ausmisten bevor ich die Mädels rumstöbern lasse – vor allem bei einer Ansammlung solcher Peinlichkeiten und Brechgefahr für die Zuschauer. Aber wie soll sie es wissen. Guido nennt ihre Shopping Tour irgendwann: “Also das ist jetzt Textilterrorismus” und “Jetzt schmeißt sie sich in so ein Ding da?! Also dafür haben wir die Mauer nicht eingerissen”

Tag 3 mit Bruna, 29

Die Sportlerin ohne Sportsgeist. Nicht schön meine Gute. Damit sind nicht dein Hintern gemeint, aber dein Kopf. Wo bewahrst du denn deine Kacka auf, Bruna? Schicke Wohnung, tolle Attitüde. Nun sie hat sich vorgestellt mit tollen Charaktereigenschaften und zugegeben, dass sie nicht gerne/gut verliert. Nun dreht sie durch und leidet an Sigi-Imitation-Wahn. Alle Kleider, alles mit auch nur geringem Grün-Anteil hat doch Sigi schon getragen. Am Ende entscheidet sie sich für ein gedecktes Kleid mit (Kunst-)Lederjacke… Moment mal, hatte so eine Kombi nicht jemand am Vortag an? Ja! die Konkurrentin Sigi.

Guido hab ich nie so genervt gesehen. Auch die anderen Mädls sind kritischer sie es sein müssten… wenn man objektiv nach dem Outfit geht.

Bruna ist die ganze Woche über mit ihrer Kritik nicht sparsam, die äußert sich vor allem wenn sie allein mit der Kamera ist. Unterstellt Sigrid sogar, sie habe ihre Idee aus dem Gespräch geklaut, was nicht zu beweisen ist… aber mit den Punkten zeigt sie sich doch vergleichsweise großzügig.

Tag 4 mit Bettina 44, aus Eschborn bei Frankfurt

Sie mag es kurz und weiblich. Fraglich in dem Alter, aber es gibt Exemplare, da sieht das schlimmer aus möchte ich sagen. Im Bus vergisst sie nur ab und zu, dass die Kamera ihr direkt gegenüber sitzt. Beine zusammen halten! Beim Shoppen beweist sie doch Geschmack und Realitätssinn, was gut an ihr aussieht. Während dessen geht es bei Bettina zu Hause eher beschaulich zu. Bruna und Sigrid nähern sich wieder an. Aus der Jury wird dann einfach die Shopperin des Tages angezickt.

Punkte Natascha gibt Bettina gibt Sigrid gibt Bruna gibt und Guido gibt Gesamtpunkte Platz
Natascha bekommt 3 4 6 6 19 4
Sigrid bekommt 8 7 7 9 31 1
Bruna bekommt 6 5 4 6 21 3
Bettina bekommt 7 7 5 8 27 2
gesamt 21 15 15 18 29 98
(wer ist die großzügigste und wer die geizigste) 7 5 5 6 7,25 19,5

Sigrid, die Sieg-gewohnte heimst mal locker die Krone ein. Damit hat sie nicht gerechnet. Bruna sagt einfach: „Für mich bin ich die Shopping Queen“. Jaja, geh mal in deinem Champagner baden.

Was haben wir gelernt:

hmm, modisch war es nicht viel diese Woche. Am letzten Tag bei Bettina kamen die Tipps dann am laufenden Band: ich habe gelernt, dass Plissee schnell dick macht “…immer problematisch” und asymmetrischer Schnitt optisch streckt und crem-grau ist perfekt zu einem orange- oder Flamingo-korall-Ton. Dann riss das Band des Wissens schon wieder ab. Psychologisch war über die Woche jedoch mehr Weisheit zu entdecken: lieber tief stapeln und sich charmant geben, als Kampfansagen und Überheblichkeiten verteilen. Schummel-Unterstellungen, egal ob wahr oder nicht, sind ein Eigentor.

 
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