Layering in Essen – Schicht für Schicht ein Gedicht

Layering in Essen – Schicht für Schicht ein Gedicht

Wellkamm to Ruhrgebiet!

Diese Woche gab es den Layerin Look in Essen. Dass die Kandidatinnen alsgleich im Internet nachsehen !durften! war neu für mich. Keine von ihnen hat es gekannt… oder verstanden? Das lag aber vermutlich nicht an übermäßig schlechten Englischkenntnissen sondern vielmehr an einer schlampigen und sehr schnellen Aussprache von Guido. Trotz Recherchen im Netz versteht keiner so recht, wie der Look umgesetzt wird. Eine spannende Woche in vielerlei Hinsicht.

Tag 1: Jenny, 26 ist Sachbearbeiterin.

Jennys Shopping Begleitung Natalie wusste zum Glück wo es lang geht beim Lagenlook. Nun hört sie doch leider zu sehr auf die planlose Queen-Shopperin. Besser wäre in dem Fall anders herum gewesen. naja, die Zeit lief davon. Hätte Jenny sie ins Anprobieren gesteckt. Wäre auch ein Lagenlook rausgekommen. Nun, so war er nicht da. Auch wenn das die anderen Kandidatinnen so sahen. Nur da stimme ich ihnen zu: man sieht, dass die Teile nicht teuer waren. Volltreffer! Know How: Military is wunderbar für Lagenlook, ein bisschen Asymmetrie.. nur zu!

Außen-Wellen – perfekt bei Regen läuft’s gleich ab.. haha!
31 Punkte –

Tag 2: Olga 36, Bürokauffrau, aus Saratow, Russland

hat eine berkeley bag in ihremn Schrank stehen. Einfach so. Na gut…
Bei Olga frag ich mich einmal mehr: Wieso wird der Umschlag immer so großzügig ignoriert? “Und womit soll ich einkaufen?!” bling, bling…

Als nun Olga so durch Patrizia Pepe, Loiza und Co. blättert, bekomme ich richtig Lust, de “Layering-Look” bald nach zu bauen bzw. in meiner Variante zu.

und nun ein Tipp ausnahmsweise von der Verkäuferin: “bei Layering ist es gut, darf der Mantel auch gerne älter sein, als das Kleid drunter. Schön gemeint, Guido sieht das auch so. Die Verkäuferin macht ihre Pluspunkte bei der Beratung der praktischen Umsetzung wieder kaputt. Olga ist der Meinung von Guido, lässt sich aber von der Verkäuferin im letzten Moment noch mal überreden und schon ist meine neue Motivation wieder dahin. Styling in der Disko feiert nicht wie es könnte. Die Schuhe kommen in der Billig-Variante.
Jenny erkennt es: Wo sind die Lagen. Sonst kappiert wieder keiner, was wir durch den Knwo How von Guido wissen: die zweite Themaverfehlung von zwei Kandidatinnen. Es bleibt spannend.

Tag 3: Nicole, 29, aus Berlin ist verheiratete Marketingassistentin.

Guido erklärt es diese Woche gleich zu Anfang jeder Sendung. Noch nie gesehen! Uns siehe da, nach 10 Minuten noch mal.. Wie sich rausstellt, habe ich zu viel Bildung und vor allem Englischkenntnisse vorausgesetzt. Die Berlinerin kann kein Englisch und kennt nicht mal die Layers und deren Ableitung, den Layering Look. nach drei Tagen… Vielleicht hat sie die Zeit seit der Wende in einem Bildungsloch verbracht. Zu allem Überfluss soll sie heute die Ehre der Essener Runde retten. Kaum im ersten Geschäft angekommen, hat sie den schwierigen Fremdausdruck schon wieder vergessen. Guido verdreht die Augen, ich glaube langsam an eine Masche: die Fremdwortverweigerung – ganz hip unter den hippen Berlinern. Ick rede Deutsch, wa? Voll retro!! Beim Blick auf die Uhr entflieht ihr doch ein gutes altmodisches and very british “FUCK!”… und nicht nur einmal.

Nun zum Fachthema: Nicole sammelt, sammelt, sammelt – Textilien und Ideen. Verwirft alles schnell (… auf dem Boden der Kabine) und klammert sich an eine fließende Bluse in einem
scheußlichen ausgewaschenen Aubergineton, der ihr so gar nicht schmeicheln will.

Da keiner genau weiß wies geht mit den Lagen, lerne ich diese Woche alles über den Lagenlook. Guido ist in der Erklär-Not. Hier zwei neue Anhaltspunkte:
Lagenlook oben rum entwickeln. Hat man die Lagen unten, wie mit einem langen weiten Rock, schreit das Outfit schnell: ich komme aus einer Urchristlichen Sekte und mir ist es eh egal, wie es aussieht.
Jeans: gutes langes Shirt, das über die Jeans fällt, drüber ein Stickpullover, eine kleine Jacke aus Leder und schon hat mir Guido wieder den Mund wässrig gemacht… Einmal mehr wünschte ich die Kandidatinnen bekämen zwischen durch ein “heiß” oder “kalt” zugerufen. Aber gut, der run auf die Shopping Krone ist kein Kinderspiel, sondern ein Marathon und nichts für schwache Gemüter und unkonzentrierte Flausen.
Jenny wird mir immer sympathischer, witzige Zeitgenossin. Wie die Reinländer nimmt sie sich mit einer Inbrunst selbst auf die Schippe und feiert so richtig ab dabei.
In der ganzen Kabine ist dagegen unschönes Chaos, an der Kasse, im nächsten Schuhladen: Wo Nicole war, bleibt ein Chaos.

Und immerhin gibt Guido ihr ein “ich hab das erste mal das Gefühl, dieses Outfit hat was mit Lagenlook zu tun”

Tag 4: Ellen, 57, die kreative Blondine mit Mut zum Schicht-Rosarot.

Irgendwie fällt mir gerade auf, dass die Kandidatinnen nichts mehr essen hier in Essen. Wurden vor kurzem nicht große Warmgerichte serviert. Nun sehe ich maximal Sekt und Pralinen am Tisch stehen. Als sie geht, läd sie die Gäste großzügig ein, denn “in der Küche steht noch Wasser“!” hmmm? Wasser?! Das Sollte reichen für einen ganzen Tag bei Ellen zuhause.

Als Ellens Shoppingbegleitung Petra kommt, wird es Guido zu viel. Ellens Ziel: irgendwas mit Rock. Sofort stürzt sie sich bei “Guess” auf Hosen. Ein zurecht gemachter Lagenlook, von Guess ist schon mal voll daneben. Und auch wenn Petra noch vom Lagen Look als “Ende des Exhibitionismus” spricht, wird ihr das dann doch zu viel…

So viel Chaos Nicole am Vortag verbreitet hat, soviel Hektik und Panik bringt Ellen heute mit sich. Orsay wird Ellen wohl Hausverbot erteilen. Was man nicht alles auf sich nimmt für die Stil-Krone! Allein vom Zusehen rast mein Herz!

Know How:
– Blusen nicht zu eng geschnitten, oberschenkellang und ohne “Blusenkragen” (Ich nehme mal an, besser ein Mao-Kragen oder eine Wickelblusenausschnitt)
– Reverskragen gut!

-> Der Layering-Look hat es in sich!

Ellen – obwohl sie tatsächlich einen Lagen-Look hinbekommen hat – bekommt die wenigsten Punkte. Gut, es war nicht super, aber auch nicht schlecht.

Tag 5: Natascha, 25, medizinische Fachangestellte, gibt gerne das Geld ihres Mannes aus, wie er betont.

Ah und hier wird gegessen. Die Mädls bestellen beim Inder. Jenny packt ihren nächsten Akzent aus. Der arme Inder beim Bestellservice versteht kein Wort, aber das Essen kommt an. Zum ersten mal in dieser Woche gibt es was zu Essen in Essen und die Kandidatinnen sind ausgehungert…
Natascha verzweifelt fast, dann wird sie noch bei Gina Tricot wir Natascha dann doch entschlossen und rockt die letzte Stunde durch: Accessoires, Schuhe, Frisur und Make-up – zügig und beherzt. Sogar ein Pony wir geschnitten. So mutig habe ich bisher keine Kandidatin gesehen. Es zahlt sich aus: sie sieht mal ganz anders aus, als morgens und auch der Look, den sie am Laufsteg präsentiert, sieht gut aus. Stylischer als alle anderen – meiner Meinung nach.

Die Punkte:

Punkte Jenny gibt Olga gibt  Nicole gibt Natascha gibt Ellen gibt und Guido gibt Gesamtpunkte Platz
Jenny bekommt 8 8 7 8 3 34 1
Olga bekommt 7 9 7 7 4 34 1
Nicole bekommt 7 8 6 9 4 34 1
Ellen bekommt 6 7 7 8 6 34 1
Natascha bekommt 8 6 6 7 7 34 1
gesamt 28 29 30 28 31 24 136

Guido war diesmal am knickrigsten mit seinen Punkten, Ellen war die großzügigere.

Nun hat Essen gleich 5 Shopping Queens. Eine erstaunliche Woche in vielerlei Hinsicht.

 
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