Shopping Queen XXL in Berlin

Shopping Queen XXL in Berlin

Mode kann man lieben und tragen … auch jenseits von Kleidergröße 34 und auch eine Shopping Queen werden.

Lisa, Mareike, Sabrina und Anna treten diese Woche in Berlin an.

Promivorbilder sind Adel und Beth Ditto. Letztere versteckt ihre Kurven nicht und Adels Stimme lebt von ihrem Resonanzkörper. Beide haben neben Kilos auch haufenweise Stilbewusstsein. Auch mir ist des Öfteren durch den Kopf gegangen, ob sie wohl so toll klingen würde ohne die Pfunde… Sie sieht toll aus in ihrem 50s Style mit immer passendem Makeup: der dick gezogenen Lidstrich und die Hochsteckfrisuren.



Die XXL-Runde kommt zusammen und diesmal sind wirklich alle hübsch muss ich sagen, aber wieso sind fast alle im Gesicht gepierct?

Los geht es mit Anna, 37, Krankenschwester, Kleidergröße 52

Ihre Familie stammt aus Sizilien. Beim Shoppen wirkt sie aufgeweckt, abgeklärt und ruhig. In 0,nix hat sie 2 Outfits für wenig Geld erstanden,
dank Shopping-Begleitung Harald mit 10% Rabatt. Accessoires von Bonjours Brigitte. Die Ruhe in Person wird sie, als es wirklich eng wird mit der Zeit. Bei Deichmann sucht sie sorgfältig ein Täschchen und Schuhe aus, bei Douglas passenden Nagellack und ein Geschenk für ihre engagierte Shopping-Begleitung. Ihre starke Lockenmähne kommt toll zu ihrer Figur, wie ich finde. Leider binden die Stylistinnen sie weg. Schade! In nur 15 Minuten bekommt sie ihr Styling. Ihr Make-up wirkt etwas missglückt. Himmel sei dank hat sie die Sonnenbrille auf. Die Haare kommen dann am Laufsteg doch ganz gut und strecken sie optisch noch mal. Das Thema hat sie auch getroffen.

Tag 2: Sabrina, 24, arbeitet im Kundenservice in einem Online Unternehmen, Kleidergröße 48

Sie wohnt schön. Ich erkenne Ikea all over in ihrer Wohnung im äußeren Osten der Stadt: Oberschöneweide. Für Ihren perfekten Look fährt sie weite Strecken in den Süden der Stadt (Bezirk Tempelhof) – ohne Erfolg – und dann noch weiter nach Süden um dort noch erfolgloser zu werden: im Shopping Center “das Schloss” Berlin Steglitz geht es dann zu „Lady Su“ um sich mit den Verkäuferinnen anzulegen.



Bei „Primark“ wird sie dann endlich fündig und steckt nach nur 2,5 Stunden das erste mal in etwas, das sie kaufen will. Dann geht es ruck-zuck.
Primark – wow. Hier ist irgendwie alles anders. Wer hat noch nicht davon gehört?! Gesehen habe ich es noch nicht mit eigenen Augen. Vielleicht wird die Kette ja zum Luxus-Label nach Einzug des freiwilligen Abkommens von letzter Woche, aber ich will hier nicht plötzlich politisch werden, also zurück zu Sabrina: plötzlich läuft es. Schnell Accessoires, Haare, Make-up, alles im 2 Minuten-Portionen und mit Mini-Budget und fertig ist das Outfit.



Gut gemacht aber ihre lustlose Miene verpatzt ihr die Punkte. Leider! Denn gemacht ist es tatsächlich besser als am Dienstag. Ihr Ausgaben: gerade mal gut 140 Euro hat sie ausgegeben. Primark machts möglich! Nie hat eine Kandidatin bisher weniger in ihren 4 Shopping-Stunden ausgegeben.

Tag 3: Lisa, 21, Pflegehelferin im Rockabilly-Style, Kleidergröße 56

Lisa will Jetset spielen und mit einem Koffer auf der Wannsee-Party auftauchen, während dessen zerlegen die anderen das Spielzeug-Flugzeug im Kinderzimmer von Lisa’s Tochter. Lisa ist weit weg, für Ihr erstes Ziel ist sei eine Stunde unterwegs und reist aus dem tiefsten Osten der Stadt bis in den Westen, zum Kurfürstendamm zu „Größen Wahnsinn“. 2 Outfits eingepackt, denn doppelt hält besser und weiter zu „Grandezza“ für die übergroßen Schuhe, denn sie braucht eine 42. Beim Friseur bekommt sie neben Frisur und Make-up auch einen Koffer. Accessoires muss sie wegen der Zeit leider knicken. Die Jury vermutet ganz richtig, dass die Zeit zu knapp geworden ist.

Mareike, 32, Radioredakteurin, Kleidergröße 48

Also wenn diese Woche mal kein Know How dabei ist, weiß ich auch nicht, was es da noch geben soll. Alles an Verteilung, Aufteilung, Blicklenkung vom Scheitel bis zur Sohle: Guido hat für jedes Stückchen Stoff und jedes Accessoire Tipps und Tricks auf Lager. Ich kann nur allen molligen Frauen die nicht 1000%ig wissen, wie es geht diese Woche bei Shopping Queen nahe legen. Auf voxnow sind die Folgen noch eine Woche abrufbar danach gegen knapp 1,- Euro und wer keine Zeit hat oder sich die nicht nehmen will, kann alles hier im Blog komprimiert nachlesen.

Gewonnen hat mit dem Montagsbonus die liebe Anna, gefolgt von Mareike, dann Lisa und Sabrina ist die letzte. Sie wollte ja lieber Schnäppchen Queen werden 🙂

Was lernen wir heute alles von Guido? Eine Menge:

  • Schuhe: etwas das Form schafft: spitz, etwas Haut am Fuß zeigen. (Ich denke er meint: die Aufmerksamkeit hier her lenken mit etwas Filigranem, um die ganze Statur zu strecken.)




  • Hosen: nicht zu kurz, das staucht. (lieber auf 7/8 3/4- und was es sonst noch so gibt verzichten, sondern die volle Länge wählen)
  • Jeans-Waschung längs über den Oberschenkel formt die Beine optisch schlanker.
  • Maxi-Kleider gehen immer… wenn die Frau nicht zu kurz ist.
  • Materialien: Leinenkleider, meint Guido, packen gerne 2-3 Größen mehr drauf durch das steife Material. Also lieber nicht! Lieber sanfte fließende Stoffe, das gilt auch für Oberteile.
  • In der Mitte eine Abteilung /Trennung schaffen. Die beliebten
  • Knot-Boleros machen auch nicht schlanker. Besser fließende Tops, z.B. unter der Brust zusammengefasst
  • Muster, wenn sie in die Länge gehen und nicht zu kleine Muster-Prints
  • Ketten: bei Großen Mädchen, große Ketten nehmen, wie auch die Taschen: groß!
  • So auch die Sonnenbrillen. „Sieht einfach eleganter aus“, meint Guido
  • Schals sind beliebt bei runderen Frauen, tun aber nur etwas für die Figur wenn sie lang gelegt sind und nicht gewickelt und gewickelt.
  • Und zu guter Letzt: Leggins sind auch keine Lösung. Das kommt von GuidosVater, wie er meint. Ich bin mir nicht sicher, ob er weiß, wovon er spricht.
 
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